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Chinesische Feste

Informieren Sie sich über einige der chinesischen Feste.

Chinesisches Neujahrsfest (Frühlingsfest)

Niangao, Kuchen aus Reismehl, oder Jiaozi, Knödel mit Hack und Gemüsefüllung, dazu Huhn, Fisch und Bohnenkäse als schmackhafte Glücksbringer: Das sind die traditionellen Begleiter des Chinesischen Neujahrsfestes und ein Muss auf der festlichen Tafel. Denn eines steht zu Beginn des neuen Jahres an oberster Stelle: Die Familie. Sie trifft sich zum ausgiebigen Festmahl am ersten Tag des Neuen Jahres – nach dem chinesischen Kalender. In der Regel heißt das: zwischen Ende Januar und Anfang Februar. 2016 beispielsweise wird das Jahr des Affen am 8. Februar eingeläutet. Gefeiert wurde in alten Zeiten einen ganzen Monat lang mit vorgeschriebenen Ritualen an jedem einzelnen Tag. Heute ist Chinas wichtigstes Fest auf eine Woche komprimiert, inklusive dreier gesetzlicher Feiertage.

Sie heißen den Frühling willkommen – mit allem, was dazu gehört. Auch der Frühjahrsputz, das Großreinemachen zur Winterauskehr, darf nicht fehlen. Aber bitte: Am Neujahrstag selbst sollte niemand einen Besen in die Hand nehmen – er könnte Glück und Reichtum aus dem Haus fegen… Beides wird auf Spruchrollen in den Zimmern herbeigewünscht, untermalt mit roter Farbe. Rote Laternen weisen den Weg. Rot schließlich symbolisiert auf der Farbskala das Glück.

Drachenbootfest

Es war der 5. Tag des 5. Monats nach dem Mondkalender, mehr als 200 Jahre v.Chr., als sich der Dichter Qu Yuan im Fluss Miluo Jiang ertränkt haben soll. Das Volk trauerte um ihn und viele ruderten mit Booten auf den Fluss hinaus. Sie warfen Reisbällchen ins Wasser, damit die Fische den Leichnam Qu Yuans unversehrt ließen…

Das ist eine der Legenden, auf der das chinesische Drachenbootfest, auch Duanwujie genannt, fußt. Ein traditionelles Fest und heute auch ein gesetzlicher Feiertag in China. Das Fest findet jedes Jahr am fünften Tag des fünften Mondmonats nach dem chinesischen Mondkalender statt – etwa in der ersten Junihälfte. Hauptattraktion: Schnelle Rennen mit den bunten Drachenbooten. Gegessen werden traditionell Zongzi – Klebereisklösschen mit variablen Füllungen, eingewickelt in Bambus- oder Schilfblätter.

Mondfest

Das Mittherbstfest, Zhongqiujie, ist in China eine Mischung aus Erntedank und Familienfest. Es wird am 15. Tag des 8. Monats des chinesischen Mondkalenders gefeiert, bei Vollmond, mit Mondkuchen und einer romantischen Legende rund um eben diesen Mond, der in dieser Nacht die schöne Chang’e verkörpert. Sie war die Geliebte des mystischen Bogenschützen Hou Yi, der vor 4000 Jahren die Ernte der Bauern rettete. Mit einem einzigen Pfeil, so sagt es die Sage, schoss er neun von zehn sengenden Sonnen vom Himmel und verhinderte so eine Dürreperiode. Der 10. Sonne befahl er, regelmäßig auf- wie unterzugehen. Den Dank der Götter, einen Trank der Unsterblichkeit, rührte er nicht an: Das ewige Dasein nämlich war an die Bedingung geknüpft, es auf dem Mond verbringen zu müssen. Niemals aber wollte sich Hou Yi von seiner schönen Geliebten auf der Erde trennen. Die allerdings wusste nichts von dieser „Nebenwirkung“, kostete in einem verstohlenen Augenblick den Göttertrank und entschwand… Umso mehr genießen die chinesischen Familien am Mondfest ihr Beisammensein im irdischen Hier und Jetzt.

Laternenfest

Leuchtende Laternen, versteckte Rätsel und die Suche nach der Frau fürs Leben: Das Laternenfest, in China auch Yuanxiao-Fest genannt, ist ein traditioneller chinesischer Feiertag, der das 15-tägige Neujahrsfest abschließt.

Qixi Fest

Wenn es am Abend des Qixi Festes regnet, sagen einige ältere Chinesen, dass Zhinu an diesem Tag vom Himmel weint, da sie ihren Geliebten Niulang auf der Milchstraße getroffen hat… Die romantische Tragödie vom Kuhhirten und der Himmelsprinzessin, die nur an der doppelten Sieben, am 7. Tag des 7. Monats also, zueinander finden dürfen, hat in China das Pendant zum Valentinstag begründet.

Geisterfest

Zum Geisterfest kommen die Geister und Seelen der Verstorbenen aus der Unterwelt, um ihre verbliebenen Familien zu besuchen. In aufwändigen Zeremonien bringen die Chinesen an diesem Tag den Respekt gegenüber den Vorfahren zum Ausdruck. Opfergaben und das Verbrennen von Totengeld gehören dazu. Kleine Papierboote und Laternen, die auf dem Wasser schwimmen, sollen den Geistern den Weg zu ihren Familien weisen.

 

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